Herzlich willkommen bei der Blautopf-Schule in Blaubeuren
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Das Lernbüro startet

Copyright Das Blaumännle, Erscheinungsdatum: 04.10.2013, THOMAS SPANHEL

BILDUNG / Blautopf-Schule auf dem Weg zu neuen ArbeitsformenLernen abgestimmt auf jedes KindSchüler nützen neues Lernbüro von Montag an - Große Umstellung
Mit der Umwandlung der Blautopf-Schule in eine Gemeinschaftsschule wird sich der Unterricht an der Schule völlig verändern. Schüler sollen mit Hilfe ausgetüftelter Hilfsmittel im eigenen Tempo lernen. Lehrer werden zu Lernberatern.

Eine gemütliche Sitzecke, ein Bereich mit Computern und im großen Schulraum locker verteilte Arbeitstische: Der Lernraum der Zukunft sieht in der Blautopf-Schule ganz anders aus als ein traditionelles Klassenzimmer, in dem die Kinder meist hintereinander aufgereiht sitzen und auf den Lehrer konzentriert sind. "Das ist ein Paradigmenwechsel - auch für Lehrer", erläuterte Thomas Hilsenbeck, Schulleiter der Schule bei einer Besichtigung des neuen "Lernbüros" durch den Blaubeurer Gemeinderat. Mit rund 22 000 Euro hatte die Stadt einen großen Raum der Schule so umbauen lassen, dass Schüler und Lehrer "erproben können, was Gemeinschaftsschule meint", eine ganz neue "Lernlandschaft" für die Schule wird entwickelt. Am Montag starten die Fünftklässler mit ihren ersten Stunden im Lernbüro. Die neue Unterrichtsmethode soll nach Einführung einer Gemeinschaftsschule allgemein angewandt werden. Ziel der neuen Unterrichtsmethode ist, dass die Schüler möglichst selbstständig und in der für sie angemessenen Geschwindigkeit und Form lernen - "Individualisierung des Unterrichts" heißt ein Stichwort. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Unterricht nicht leistungsorientiert sei oder dass nicht auch kooperativ gelernt werde. "Im Gegenteil: Letztlich ist diese Art von Unterricht anspruchsvoller, weil jeder an dem Punkt arbeitet, wo es für ihn am besten ist", sagt Hilsenbeck Das sei letztlich langfristig wirksamer und im bisher üblichen Unterricht im Klassenverband, "wo alle über die gleiche Linie müssen", so nicht möglich. Neben dem Lernbüro soll es in der künftigen Gemeinschaftsschule auch ein "Lernen in Projekten" und einen "Werkstattunterricht" geben: "Der Unterricht wird auf drei Säulen aufgebaut sein", erläuterte Hilsenbeck. Im Projekt-Unterricht, der vor allem in den natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern eingerichtet wird, werden die Schüler in kleinen Gruppen an Projekten arbeiten, im Werkstatt-Unterricht können Schüler beispielsweise einen Grundkurs Geräteturnen oder einen Aufbaukurs Fußball wählen. Die Schüler werden im Lernbüro ein Lerntagebuch führen, in dem sie nicht nur verzeichnen, welche Aufgaben sie den Tag über erledigen wollen. Beraten durch den Lehrer wird der Schüler vorausblickend für sich auch einen genauen Wochen- und Tagesplan erstellen, so dass er immer genau weiß, woran er arbeiten will und soll.

Lehrer als Berater

"Auch wenn es den Lehrern zunächst schwerfällt: Sie übergeben bei dieser Art von Unterricht die Verantwortung fürs Lernen an die Schüler", erläuterte Hilsenbeck. Über den Arbeitstischen der Schüler hängen Blätter, auf denen sie vor Augen haben, welche Fähigkeiten oder Kompetenzen sie im Laufe ihrer Schulzeit erwerben und üben sollen. Im Fach Deutsch steht da beispielsweise unter dem Bereich Lesen, dass man zunächst lautgetreu lesen soll. In einem anderen Lernfeld steht: "Sinnverstehend lesen und Inhalte auf mein Leben übertragen." Im Fach Mathematik gibt es den Bereich "Addition", in dem es im Lernfeld 2 darum geht "über den Zehner hinweg zu addieren". Solche Fähigkeiten lernen und üben die Schüler dann für sich selbst mit Hilfe von Heften, Büchern oder Computerprogrammen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Je nach Lernfortschritt muss der Schüler zeigen, wie weit er beim Lernen vorangekommen ist. Die Lehrer sehen danach, dass die Lernnachweise erbracht werden, vor allem aber verschaffen sie den Schülern geeignete Arbeitsbedingungen, geben Tipps und helfen, wenn es bei der Arbeit hakt. In der Sitzecke des Lernbüros kann sich der Lehrer beispielsweise mit einem Schüler, der nicht recht weiterkommt, individuell auseinandersetzen und ihn beraten. Klar ist, dass sich nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer erst langsam an diese Art des Unterrichts gewöhnen müssen. Schulbesuche, Fortbildungen und Beratungsbesuche fanden statt, die Arbeit im Lernbüro soll jetzt konkrete Erfahrungen bringen. "Laufen lernt man nur durchs Laufen", sagt Hilsenbeck - das gilt in diesem Fall für Schüler, Lehrer, Eltern und Schulträger.

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